ist ein sehr intensives Training mit kurzzeitig sehr hoch eingestellten Gewichten. Trainiert wird mit so schweren Gewichten, daß maximal fünf Wiederholungen einer Übung und auch nur zwei Sätze möglich sind. Die Gewichte werden so gewählt, daß bei mehr zusätzlichen Durchgängen die Muskeln versagen würden. Der letzte Satz wird mit 100 % der verfügbaren Energie absolviert, danach geht nichts mehr. Die Trainingshäufigkeit ist aufgrund der hohen Belastung eher mäßig, circa ein- bis zweimal Mal pro Woche wird trainiert.
HIT findet vor allem im Kraftsport, Hochleistungssport und beim Bodybuilding Anwendung. Die jeweiligen Trainingssätze sind nur sehr kurz und extrem hart. Beispielsweise beim Gewichtheben nur maximal ein- bis dreimal. Das gesamte Training ist innerhalb weniger Minuten, nicht länger als ungefähr 30 Minuten absolviert, wenn alle Hauptmuskelgruppen des Körpers trainiert werden sollen. Den Muskeln werden bei dieser Art des Trainings Wachstumsreize durch hochintensive, kurze Belastungen gesetzt. Pausentage zwischen dem Training sind wichtig, um einem Übertrainieren vorzubeugen und den Muskeln sowohl Zeit zur Regeneration als auch für das Wachstum zu ermöglichen.
Vorteil des HIT Trainings ist es, daß sich Muskeln und Muskelgruppen gezielt erschöpfen lassen. Die Art des Trainings führt im hormonellen Bereich dazu, daß eine große Menge an Laktaten produziert wird, welche zu einer Hypertrophie der Muskeln führt. Da die einzelnen Übungen langsam absolviert werden, kommt es zu geringeren Verletzungen durch beispielsweise ruckartige Bewegungen, wie sie beim herkömmlichen Training eher auftreten können. Belastungen für Bänder und Sehnen sind ebenfalls geringer als beim Standarttraining, da das HIT Training weniger häufig durchgeführt wird. Durch das geringere Trainingsvolumen und die kürzeren Zeitspannen ist es ein Training, mit dem sich Zeit einsparen läßt, im Vergleich zu anderen Trainingsmethoden. Nachteile des High Intensity Trainings sind, daß sich die Spannungsfähigkeit der Muskulatur eher verschlechtert. Die ist beim anderen Trainingsarten nicht der Fall. Auch wird das Zentrale Nervensystem extrem strapaziert, was zu einer totalen Erschöpfung und einer mentalen Leere führen kann.
Der hohe Verbrauch von Neurotransmittern kann mitunter zu Schlafstörungen und leichtem Übelkeitsgefühl führen. Auch gibt es Menschen, die mental nicht gut mit den langen Pausen zwischen den Einheiten zurecht kommen. Bei ihnen entsteht das Gefühl, sie würden Muskeln wieder abbauen, da sie nicht häufig genug trainieren würden. Dies ist zwar nur gefühlt und nicht tatsächlich so, kann aber mitunter zu Frustrationen führen und somit die Glücksgefühle, die normaler Weise durch Sport hervorgerufen werden, verhindern. Die Fälle sind aber äußerst selten.
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